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Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien

Deutschland
 
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland - seit dem Jahr 2000 mehrfach für neue Anlagen modifiziert und angepasst - legt für den Strom aus Solarstrom- und Windenergieanlagen feste Einspeisetarife fest. Die Tarife werden für 20 Jahre zuzüglich des Inbetriebnahmejahres gezahlt. Die Gesetze gewähren den Anlagenbetreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen einen Einspeisevorrang für die erzeugten kWh Strom.

Für Windenergieanlagen wird in den ersten fünf Jahren eine erhöhte Anfangsvergütung je kWh gezahlt. Je nach Windaufkommen des Standorts wird anschließend eine Grundvergütung oder für bis zu 20 Jahre die erhöhte Vergütung gezahlt. Je nach Anlagentyp werden zudem Zusatzvergütungen wie ein Repoweringbonus gewährt.

In Deutschland ist bei einer installierten Solarstrom-Kapazität von 39,7 GW in ca. 1,5 Mio. Anlagen der Anteil des Solarstroms im Jahr 2015 auf 7 % angestiegen. Die installierte Leistung der über 26.000 Windenergieanlagen in Deutschland betrug 44,9 GW. Damit wurden 13,3 % des Gesamtstroms erzeugt.


Tschechische Republik
 
Bei der Vergütung für elektrische Energie aus Photovoltaikanlagen kann der Anlagenbetreiber in der Tschechischen Republik zwischen einem grünen Bonus auf den normalen Strompreis oder einem Einspeisetarif für einen Zeitraum von 20 Jahren wählen. Die Tarife werden jährlich im Voraus für jeweils ein Kalenderjahr durch das Energieregulierungsamt (ERU) festgelegt. Die Rahmenbedingungen werden durch eine Sammlung von Gesetzen und Verordnungen gebildet, von denen die wichtigsten das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (Nr. 180/2005) und seine Novelle (Nr. 402/2010) sowie die Verordnung zum Vorgang 23 der Preisregulierung (Nr. 140/2009) sind. Letztere sieht eine zweiprozentige Mindeststeigerung des Einspeisetarifs als Inflationsausgleich sowie die jährlichen Preisbeschlüsse des Energieregulierungsamts vor.

Im Jahr 2010 wurde eine Sondersteuer auf die Einspeisetarife in Höhe von 26% eingeführt. Die Sondersteuer wurde bis zum Jahr 2013 beschlossen und wurde am 16. Mai 2012 vom Verfassungsgericht als verfassungsgemäß bestätigt. Zum 1.1.2013 wurde die Sondersteuer für Solarstromanlagen mit Inbetriebnahme bis zum Jahr 2009 abgeschafft und für Anlagen mit Inbetriebnahme im Jahr 2010 auf 10% reduziert.

In der Tschechischen Republik ist bei einer installierten Kapazität von 2,1 GW der Anteil des Solarstroms auf lediglich 3% im Jahr 2015 angestiegen.


Italien

Die Vergütung für elektrische Energie aus Solarstromanlagen wird nach den Gesetzen des "Conto Energia" mit einem festen Einspeisetarif je kWh Strom für 20 Jahre geregelt. Es besteht ein Einspeisevorrang für Strom aus Solarstromanlagen. Zudem erhält der Anlagenbetreiber in Italien die Vergütung aus dem Börsenverkauf des Stroms. Letztere schwankt und hängt insbesondere von der Zonenzugehörigkeit (Region) ab.

Aufgrund der Änderungen des Gesetzes Nr. 91 vom 24.6.2014 wurden die Conto Energia-Tarife verändert, wobei Anlagenbetreiber beispielsweise Vergütungskürzungen bei Verlängerung der Laufzeit der Vergütung wählen konnten.

In Italien ist bei einer installierten Kapazität von 18,9 GW der Anteil des Solarstroms auf 7 % im Jahr 2015 angestiegen.